Geplantes Wohnprojekt Iserbrook

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Das neue Projekt Legende Lageplan
  • 1 - 3: Bestand (Niedrigenergiehaus), Baugruppe
  • 4, 5, 7: Neubau (Passivhäuser), Baugruppe
  • St: Stellplätze und Carports, Baugruppe
  • 6, 8 - 10: Neubau (Passivhäuser), Einzeleigentum
Grundstück Osdorfer Landstraße 390 - 392
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Projektbeschreibung

Vorbemerkung Der Entwurf bezieht sich auf eine Ausschreibung der Liegenschafts- verwaltung zur Umnutzung des ehemaligen Recyclinghofes an der Osdorfer Landstraße. Neben der Baugruppe Paternoster e.V. konkurrierten 7 weitere Bewerber um die Flächen. Der Planungsausschuss der Bezirksversammlung Altona bevorzugte das hier vorgestellte Konzept. Die Mitgliederversamm- lung der Brachvogel eG stimmte am 23.01.2005 der Realisierung des Bauvorhabens zu. Etwa im Jahr 2008 wäre mit der Bezugsfertigkeit zu rechnen.  
Bauträger und die Baugruppe Um die Bebauung der Fläche des ehemaligen Recyclinghofes bewarb sich die Bau- und Wohngenossenschaft Brachvogel eG gemeinsam mit der Baugruppe Paternoster e.V. Die Baugruppe interessiert sich für die insgesamt 32 Wohnungen in den Geschossbauten und im erhaltenswerten Bestand.  
Dabei sollen 3 der 4 Bestandsbauten erhalten bleiben. Sie werden entsprechend heutiger Wohnbedürfnisse ausgestattet und energetisch modernisiert (Niedrigenergiestandard). Der Platz am Grundstückseingang bleibt erhalten, er wird jedoch neu gestaltet und erhält eine Funktion als zentraler Treffpunkt (s. Lageplan).
Alle Neubauten werden im Passivhausstandard errichtet. Die Genossenschaft hat zusammen mit dem Architekturbüro Gerth bereits Passivhäuser in Ihrer Siedlung am Brachvogelweg in Hamburg - Lurup realisiert. Auch die Vorgaben zur Wassereinsparung sowie zur Verwendung ökologisch unbedenklicher Baustoffe (Anhang zur Ausschreibung) wurden in diesem Projekt berücksichtigt. Nach ihrer Satzung fühlt sich die Genossenschaft ökologischen und sozialen Zielen gemäß der Agenda 21 verpflichtet.
Soziales Konzept Bestandsgebäude 3 Bestandsgebäude 3
Südansicht (Platzseite)
In den 32 Wohnungen der Baugruppe soll ein generationenverbindendes Zusammenleben ermöglicht werden, von der Singlewohnung bis zur familien- und behindertengerechten Wohnung. Diese Gebäude und ihr Wohnumfeld sollen die Voraussetzungen schaffen für nachbarschaftliche und gruppenorientierte Wohn- und Lebensformen. Dementsprechend sind Gemeinschaftsräume (im Pförtnerhaus) sowie attraktive Außenräume (auf dem zentralen Platz und zwischen den Gebäuden) als gemeinsame Treffpunkte geplant, diese Flächen werden vom Bauträger miterworben und gestaltet.  
Das Wohnungsangebot reicht von 1- bis 2- Zimmerwohnungen für Alleinstehende bis zu 4- bis 5- Zimmerwohnungen für Familien mit Kindern. Der Schwerpunkt der Bebauung liegt im familienfreundlichen Bauen. Alle Wohnungen der Baukörper 4 und 5 werden behindertenfreundlich schwellenfrei erstellt. Über einen Fahrstuhl in Verbindung mit Laubengängen sind alle Räumlichkeiten für behinderte Menschen zugänglich. Die 32 Wohnungen der Baugruppe werden von der Bau- und Wohngenossenschaft Brachvogel e.G. als Gemeinschaftseigentum erstellt. Im Bereich des Gebäudebestands ist eine teilweise gewerbliche Nutzung denkbar (Wohnen und Arbeiten).
Die 26 Doppelhäuser und Reihenhäuser im nördlichen Grundstücksbereich (6, 8 - 10) werden im Individualeigentum für einzelne Baufamilien errichtet. Es wird angestrebt, diese Baufamilien schon während der Planungsphase in die sozialen und ökologischen Ziele der Baugemeinschaft einzubinden, so dass beide Siedlungsteile eine Chance haben, später zusammenzuwachsen.
Ökologisches Konzept Gebäude 4 und 5 Gebäude 4 (links) und 5 (rechts)
Südansicht, Neubau als Passivhaus
Die Gebäude werden in verdichteter, ressourcensparender Bauweise errichtet. Sie sind hochgedämmt (Bestand: Niedrigenergiehäuser / Neubau: Passivhäuser) und vorwiegend in Nord-Süd-Richtung ausgerichtet, um die Solarenergie passiv nutzen zu können. Alle Wohnungen (auch die Niedrigenergiehäuser) werden mit kontrollierten Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung versehen. Die Restwärmeversorgung für die Heizung, sowie für Warmwasser erfolgt über eine zentrale Holzpellet-Heizung, in den Gebäudezeilen sind Zwischenspeicher vorgesehen. Die Gebäude werden mit Wasserspararmaturen ausgestattet. Alle Neubauten erhalten extensiv begrünte Dächer.  
Auf die Verwendung umweltverträglicher standortgerechter Baumaterialien mit hoher Lebensdauer und geringem Instandhaltungsaufwand wird großen Wert gelegt. Diese Anforderung führt u.a. dazu, dass die Passivhäuser Verblendfassaden erhalten (bereits realisiert im Brachvogelweg) anstatt der bisher verbreiteten Thermohaut. Durch die Sammlung der PKWs in einer Stellplatzanlage am südwestlichen Grundstücksrand kann die Siedlung weitgehend autofrei gehalten werden. Die Erschließung der nördlichen Doppel- und Reihenhäuser (seitens der Liegenschaft) sollte auf einen befahrbaren Wohnweg reduziert werden.
Bauliches und städtebauliches Konzept Entsprechend dem zugrundeliegenden Baustufenplan Iserbrook-Sülldorf ist eine 2-geschossige Bebauung mit Staffelgeschossen geplant. Die Doppelhäuser werden lt. Vorgabe 2-geschossig erstellt. Es ist uns ein besonderes Anliegen, gestalterisch die Ausstrahlung des Gebäudebestands zu nutzen und ihn entsprechend dem heutigen Baustandard aufzuwerten. Auf diese Weise wird für das Baugrundstück eine interessante Eingangssituation entstehen und für den Stadtteil bietet sich hiermit ein wichtiger Identifikationspunkt.  
Die Neubebauung wird zum Bestand in einen spannungsreichen Bezug gesetzt. Sie soll mit den nach Süden geöffneten Fassaden und den Gründächern den ökologischen Ansatz eines zukunftsweisenden Bauens aufzeigen. Gleichzeitig wird sie durch ihre Baukörpergestaltung, durch Baumaterialien (Verblend) und Farbwahl zwischen Alt und Neu vermitteln. Die Gebäudeerschließung, die Rad- und Fußwegeverbindung zur Straße Osterloh, sowie die Anordnung des ruhenden Verkehrs orientieren sich an dem Bebauungsvorschlag der Stadtplanung Altona.
Insgesamt sind auf der Liegenschaftsfläche 58 Wohnungen vorgesehen.
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Übersicht gesamte Baumaßnahme I. Baugruppe
Art Gebäude Typ Wohnfläche
qm ca.
Anzahl
Bestand 1 Gemeinschaftswohnung 60,0 1
2 4- bis 5-Pers.-Wohnung
3- bis 4-Pers.-Wohnung
2- bis 3-Pers.-Wohnung
1- bis 2-Pers.-Wohnung
1- Pers.-Wohnung
1- Pers.-Wohnung
102,1
95,6
73,0
58,5
47,8
34,5
1
1
1
1
1
1
3 4- bis 5-Pers.-Wohnung
4- bis 5-Pers.-Wohnung
4- Pers.-Wohnung
106,9
111,6
100,8
103,5
1
1
1
1
Summe 894,3 10
Neubau 4 2- Pers.-Wohnung, behindertenfreundl.
2- Pers.-Wohnung, behindertenfreundl.
3- Pers.-Wohnung, behindertenfreundl.
3- Pers.-Wohnung, behindertenfreundl.
3- Pers.-Wohnung, rollifahrergeeignet
65,8
70,9
85,5
89,7
90,5
1
1
2
1
1
5 1- Pers.-Wohnung, behindertenfreundl.
1- Pers.-Wohnung
3- Pers.-Wohnung, behindertenfreundl.
5- Pers.-Wohnung
52,2
40,6
83,4
110,0
6
1
1
1
7 3- Pers.-Wohnung
4- Pers.-Wohnung
5- Pers.-Wohnung
80,8
94,4
110,0
2
4
1
Summe 1.684,3 23
Gesamt Summe 2.578,6 32
II. Doppelhäuser und Reihenhäuser im Einzeleigentum
Art Bereich Typ Wohnfläche
qm ca.
Anzahl
Neubau 6 Reihenhäuser (2-geschossig mit Staffel)
zzgl. 7,5 m² Nutzfläche
130,0 8
8 Doppelhäuser (2-geschossig ohne DG)
zzgl. 5,0 m² Nutzfläche
130,0 8
9 Reihenhäuser (2-geschossig mit Staffel)
zzgl. 7,5 m² Nutzfläche
123,7 7
10 Reihenhäuser (2-geschossig mit Staffel)
zzgl. 7,5 m² Nutzfläche
123,7 7
Summe 3.226,6 26
I. + II. Summe 5.926,9 58
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