Wohnprojekt Schnelsen

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Das älteste Projekt
vollendet
2006 sein zehnjähriges Bestehen
Eine bunte Mischung aus Jung und Alt, Familien, Alleinerziehenden, Singles, Menschen mit und ohne Behinderungen macht den Charme unserer lebendigen Nachbarschaft aus. Weiter ...
Foto rechts: Sommerfest mit Gebärdensprachendolmetscher.

Projektbeschreibung

Der Lageplan Die ökologische Niedrigenergiehaussiedlung am Ellerbeker Weg in Hamburg-Schnelsen besteht aus 5 Hausgruppen und dem Gemeinschaftshaus. Die Anordnung der Häuser um 2 Wohnhöfe - verbunden durch den Hofweg - ermöglicht soziale Kontakte, schafft Spielmöglichkeiten und Treffpunkte. Der große Raum mit Kochbereich steht allen Bewohnern und Bewohnerinnen der Siedlung im Gemeinschaftshaus zur Verfügung.
Die Unterbringung der erforderlichen Stellplätze am Grundstückseingang und in Straßennähe hält die Siedlung autofrei.
Alle Gebäude sind in Nord-Süd-Richtung orientiert; die Norddächer sind extensiv begrünt, die Süddächer dienen als Solarflächen.
Die Baustoffe Die massive zweischalige Außenwandkonstruktion hat optimale wärmedämmende und wärmespeichernde Eigenschaften. Der Baustoff Holz wird in vielfältiger Weise eingesetzt: konstruktiv im Dach, als Fassadenverkleidung, für die Balkone, Vordächer und Carports. Die verwendeten Oberflächenbehandlungen Öl, Lasuren und Borsalz sind schadstofffrei und garantieren ein wohngesundes Raumklima.
Der Dämmstoff in allen Holzbauteilen ist Zellulose, als Dampfbremse wurde diffusionsoffenes Baupapier verwendet. Es wurden weder Bauschäume noch PVC-Folien eingesetzt. Das Gründach wurde z.B. mit Kautschukbahnen abgedichtet. Die Bodenbeläge in den Wohnräumen - Linoleum oder Holz - und in den Feuchträumen - Keramik - sind umweltfreundlich, langlebig und gut zu pflegen.  
Die Wohnungen Das Wohnungsangebot ist vielfältig; kleine und mittlere Wohnungen werden durch Reihenhäuser für große Familien ergänzt. Alle Wohnungen in den Erdgeschossen sind rollstuhlfahrergerecht. Die Wohngemeinschaft für 9 geistig behinderte Erwachsene und ihre Betreuer bzw. Betreuerinnen vervollständigt das soziale Konzept der Siedlung.
Das Niedrigenergie- haus Alle Außenbauteile der Niedrigenergiehäuser wurden besonders gut gedämmt. Die luftdichte Ausführung wurde durch eine sorgfältige Verlegung des diffusionsoffenen Dampfbremspapieres erreicht. Die kontrollierte Lüftung wird über Zuluftventile in den Fenstern der Wohn-, Schlaf- und Kinderzimmer, sowie die Abluftführung über Küche, Bad und WC realisiert.
Die Photovoltaik- anlage Auf den Süddächern der Wohnhäuser wurden Modulfelder von ca. 300 qm installiert, damals bei Inbetriebnahme die größte Photovoltaikanlage Hamburgs! Diese erzeugt bei einer Generatorleistung von ca. 30 kW (Netzparallelbetrieb) einen jährlichen Stromertrag von 21.000 kWh. Betreiber: Sowatt! Solarstrom GmbH & Co KG Brachvogel.  
Die Nahwärme- versorgung 2 Brennwertkessel im Keller des Gemeinschaftshauses decken den jährlichen Gesamtwärmebedarf von 75 kWh. Die Wärmeverteilung erfolgt über das Nahwärmenetz und Hausstationen. Die Installation eines Blockheizkraftwerkes und einer thermischen Solaranlage (Brauchwassererwärmung) sind geplant.  
Das Begrünungs- konzept Alle Norddächer wurden extensiv begrünt, darüber hinaus sind Begrünungen der Fassaden vorgesehen. Versiegelte Flächen wurden weitgehend reduziert. Regenwasser wird von den Grünflächen aufgenommen bzw. über offene Mulden auf dem Grundstück versickert.
Das soziale Konzept Die Anordnung und Zusammenstellung der Wohnungen, das Gemeinschaftshaus und die Auswahl der MieterInnen sollen die Nachbarschaft fördern. Hier können Kinder ebenso integriert werden wie alte und behinderte Menschen. Familien können ihre Gemeinsamkeiten mit kinderlosen Paaren, Bewohnern und Bewohnerinnen der Wohngemeinschaft und Alleinstehenden entdecken. Alle können die Vorzüge von Arbeitsteilung nutzen und sich gegenseitig Hilfe leisten.  
In einer solchen Nachbarschaft können sich Menschen mit gemeinsamen Interessen leicht zusammenfinden und ein Gegengewicht zu dem gerade auch in Stadtrandsiedlungen bestehenden Mangel an kulturellen und sozialen Einrichtungen schaffen, das auch über die Siedlung hinauswirken kann.
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Projektdaten Projekt Neubau einer ökologischen Siedlung mit 22 Wohnungen in Niedrigenergiebauweise, Ellerbeker Weg 4, 22457 Hamburg
Bauherrin Bau- und Wohngenossenschaft Brachvogel eG
Damaliger Vorstand: Manfred Andreev, Holger Fleischhauer, Jörn Tengeler
Ellerbeker Weg 4n, 22457 Hamburg, Tel. 040/55876-131
Architektinnen Planungsgemeinschaft Dedekind/Gerth
Christiane Gerth, Architektin, Ohlestraße 40d, 22547 Hamburg, Tel. 040/832 42 04
Marianne Dedekind, Architektin, Grundstraße 17, 20257 Hamburg, Tel. 040/40 76 74
Photovoltaik-
anlage
SoWatt! Solarstrom GmbH & Co KG Brachvogel
Kontakt: Irmhild Kopfermann, Hartungstraße 8, 20146 Hamburg, Tel. 040/559 70 231
Wirtschaftlicher
Betreuer
STATTBAU HAMBURG GmbH, Neuer Kamp 25, 20359 Hamburg, Tel. 040/43 29 42-0
Bauzeit Juni 1995 - Dezember 1996
Wohnungen
(Anzahl/Typ)
2
2
3
2
2
9
1
1
1,5-Zimmer (40/49 qm)
1,5-Zimmer für Rollstuhlfahrer (60 qm)
2-Zimmer (53/60 qm)
3-Zimmer (78 qm)
3-Zimmer für Rollstuhlfahrer (79 qm)
4-Zimmer-Reihenhäuser (96 qm)
6-Zimmer-Reihenhaus (120 qm)
12-Zimmer-Wohngemeinschaft für 9 geistig behinderte Erwachsene (364 qm)
22 Wohnungen insgesamt mit 2.044 qm Wohnfläche
Umbauter
Raum
10.615 m3
Baukosten ca. 6,8 Mio. DM (640 DM / m3 umbauter Raum)
Finanzierung 20 Wohnungen und eine Gruppenwohnung im sozialen Wohnungsbau durch die Hamburgische Wohnungsbaukreditanstalt, 1 Wohnung frei finanziert
Stellplätze 10 Stellplätze im Carport, 7 offene Stellplätze
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